Coffeebean5’s Weblog


das mit dem Nichtrauchen…

Alle regen sich auf. Die Raucher, weil sie nicht mehr dürfen, die Nichtraucher, weil Herr Schmidt live trotz Rauchverbot geraucht hat, die Raucher, weil sich die Nichtraucher über Herrn Schmidt aufregen… ich verallgemeinere platt, ich weiß.

Ich befürchte ja immer noch,  dass das Rauchverbot nicht zu Entspannung beiträgt. Triumphierende Nichtraucher, sich unterdrückt fühlende Raucher, von schrecklichen Schuldgefühlen geplagte Nichtraucher, rebellierende Raucher…

Hat schon mal irgendwer erlebt, dass ein Raucher von schrecklichen Schuldgefühlen geplagt war? Oder dass ein Nichtraucher rebelliert hat? Einfach mal zu dem Raucher gegangen ist, ihm die Fluppe aus der Hand geschlagen hat “Stop killing yourself!”

Rauchen ist irrational, eine Sucht. Ich weiß nicht, was ein Gesetz da bewirken kann. Generell find ich es jedoch sehr begrüßenswert, weil ich zu den wenigen leidenden Kreaturen gehöre, die von Zigarettenrauch gesundheitlich beeinträchtigt sind.

Ich träume von einer Welt, in der ich mich nicht mehr rechtfertigen muss, in der ich mir nicht mehr doofe Sprüche anhören muss (”Nun hab dich mal nicht so!”),  in der ich mit meinen Kunst/Kulturschaffenden, von denen nun mal 95% rauchen, frierend vor der Tür stehe und endlich solange ich will an deren Gesprächen teilhaben kann, weil dort draussen frische Luft ist und kein Herz/Lungenproblem mich wegtreibt.

Juhu.

Stattdessen hatte ich diese Woche wieder viel Wäsche und viele Medikamente, weil Berlins Kneipen und Cafes doch noch ziemlich rauchvernebelt sind.

Ein Erlebnis war sehr erschütternd: “Wir wollen Sie darauf aufmerksam machen, dass ab 18 Uhr hier geschlossene Gesellschaft ist. So wie ab jetzt jeden Sonnabend.” Sprach der freundliche Kellner zu unserer zu der Zeit tatsächlich mal nichtrauchenden Gruppe (Jahresanfang und trotziger Ausdauer sei Dank) im Stammcafe und verschwand. Der Kaffee hat dann nicht mehr so gut geschmeckt.

Ok. Rationalising. Eigentlich ist es ja eh Quatsch, dauernd im Cafe zu sitzen. Eigentlich hat man ja genug Arbeit, Haushalt und andere Angelegenheiten. Kultur ist überflüssig. Man kann ja auch Bücher lesen/schreiben. Da ist dann jeder für sich. Da kann dann jeder rauchen und nichtrauchen, wie es ihm beliebt.

Ich werde derweil aufs Dorf ziehen. Sollen die Stadtmenschen mit ihren Pseudoproblemen selber fertig werden.


Todays’ Blues

ich weiß immer nicht, was ich schreiben soll. Sicherlich ist mein Kopf voller Themen, ich könnte ewig und drei Tage drauflosschreiben, aber wer soll das alles lesen? Wen wird das interessieren? Mit wem kann ich dann darüber diskutieren, Meinungen austauschen?

Das Problem ist, ich lese jeden Tag viele Blogs, oft sind da IMHO unglaublich dämliche Beiträge, was ja nun nicht weiter schlimm ist, mein Gott, man sollte die Kirche im Dorf lassen. Aber ich will nichts dämliches schreiben. Viele Texte, die ich mit größter Hingabe verfasse, finde ich Tage später völlig daneben. Ich könnte mich permanent selbst widerlegen.

Ich bin eigentlich kein Fan von Lomografie, aber dort gibt es zwischen all den nichtssagenden auch mal magische Bilder. Lange epische Romane, wo jedes Wort jahrelang abgezirkelt wurde, öden mich an.

Weiterhin verzweifele ich ob der unterschiedlichen Regelung der Komma-Setzung im deutschen und englischen.


war ich wohl wieder zu ungeduldig…

Hätte mir ja auch denken können, dass da noch eine Bestätigungs- und Freigabemail von Seien wordpress kommt und das auch mal einige Stunden dauern kann.

Ok, jetzt also bloggen in echt und richtig.

Für stilistische Unerträglichkeiten kann man sich ja heutzutage darauf berufen, dass dies lediglich der Ausdruck von Individualität ist und künstlerisch so gemeint ist. Das ist dann wie mit den Gedichten, die man so schreibt, weil die Worte gerade wie von selbst aus der Feder fließen und dann, wenn alles vollendet ist, schaut man drauf und fragt sich “Was wollte die Künstlerin damit sagen?”

Mir geht das jedenfalls so, und ziemlich oft find ich keine Antwort. Irgendwas werd ich schon meinen - das ist ja das Schöne, Worte können beliebig sein, jeder kann hineininterpretieren was beliebt.

Ich denke im Medium “Blog” sollte das anders sein. Bloggen hat ja was sehr Journalistisches. Da gelten dann doch Rechtschreibregeln und dergleichen. Ich glaube ich bin gerade dabei, mich ganz formidabel unter Druck zu setzen… Also Ansage: ich schreib hier einfach mal, unabhängig davon, wie das bewertet werden wird, und unabhängig davon wer das bewertet.

Wir sind hier ja nicht beim Eiskunstlaufen.

EInen schönen arbeitssamen Dienstag wünsche ich.

Ich hab ja Urlaub.

Außerdem scheint gerade die Sonne. Mich wundert, dass die Sonne in unsere Küche hineinscheint, von Norden her. Sind aber alles physikalisch korrekte Vorgänge, weil sich die Sonne einfach mal in der gegenüberliegenden Fensterfront spiegelt.

Naja dann.

Wär ja mal was gewesen, Sonne von Norden.

Ich bin nur meistens um diese Tageszeit nicht zu Hause, darum wunderte mich das.


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